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SV Osdorfer Born e.V.

Der Sportverein in Hamburg - Osdorf

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Geschichte
Übersicht
Die Anfänge des Dorfes
Vorgeschichtliche Zeit
Entwicklung im Mittelalter
Neuzeit
Nachkriegszeit
Osdorfer Born
(Quellenangaben)

Die Anfänge des Dorfes
Am 3. August 1268 trat Graf Gerhard I. von Holstein-Itzehoe (1232-1290) eine Hufe in Oslevesthorpe (also einen bestimmten Anteil an den Ländereien des Dorfes) an das Zisterzienserinnen-Kloster Hervardeshude ab.

Mit der Übertragung des Grundbesitzes an das Kloster wurde Osdorf erstmalig als Oslevesthorpe urkundlich erwähnt. Die Originalurkunde ging zwar beim Großen Brand von 1842 in Flammen auf. Jedoch existiert noch eine Abschrift im Urkundenregister, die auf ca. 1320 datiert wird.

Es wird angenommen, dass der Name "Oslevesthorpe" auf einen Mann names Oslev zurückgeht ("Oslevs Dorf"), dem mutmaßlichen Gründer des Dorfes.

Das Nonnenkloster, dem Graf Gerhard 1268 die Hufe abtrat, war 1246 (oder 1245) von Graf Gerhards Mutter Heilwig zur Lippe (in einigen Quellen auch: Hedwig) gegründet worden. Es wurde nach dem dort zuvor gelegenen Dorf Hervardeshude benannt. Es lag damals noch an der Grenze zwischen Hamburg und Altona an der Herwardeshuderbecke (heute: Pepermöhlenbek), ehe es 1295 aus Angst vor Hochwasser und Flusspiraten in die Nähe der heutigen Krugkoppelbrücke verlegt wurde (der heutige Stadtteil Harvestehude trägt noch immer den Namen).

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Vorgeschichtliche Zeit
Schon lange vor der Entstehung des Dorfes lebten Menschen im Gebiet des heutigen Osdorfs. Am Rugenbarg wurden Flintbeile gefunden; beim Bau des Osdorfer Borns wurden Steinwerkzeuge entdeckt. Beide Funde stammen aus der Steinzeit.

Ein fast unbeschädigtes Vorratsgefäß, das 1952 gefunden wurde, wurde hingegen in der Bronzezeit gefertigt. Und der Fund eines Urnenfelds zwischen dem Rugenbarg und dem Blomkamp am Ende des 19. Jahrhunderts belegt, dass auch zur Eisenzeit Menschen in dieser Gegend lebten.

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Entwicklung im Mittelalter
Die Kirche hielt fast ein halbes Jahrtausend lang wesentlichen Grundbesitz in Osdorf (wie auch in vielen anderen Ortschaften). Neben der bereits erwähnten Übertragung von 1268 sind weitere Überlassungen von Besitztümern und Rechten nachgewiesen:

1275 verkauften zwei wohlhabende, bei Buxtehude ansässige, Brüder Grundstücke in Osdorf, ebenfalls an das Kloster Hervardeshude. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts verpflichtete sich ein Bürger names Klaus der Engländer, dem Konvent in jedem Jahr eine Mark von einer Hufe in Oslevesthorpe zu geben. Und schließlich erwarb das Hamburger Domkapitel 1312 von drei Brüdern der Ritterfamilie Stake die Rechte am "Zehnten" aus Osdorf: 18 Scheffel Roggen und 14 Scheffel Hafer.

Das älteste Steuerregister datiert auf 1464/65 und weist acht Personen aus Osdorf aus.

Die heutigen Elbvororte gehörten vor 1640 zu den Schauenburger Landen. Sie fielen mit dem Tod Otto V. 1640 an das Herzogtum Holstein und damit an die dänische Krone, denn der König von Dänemark war zugleich der Herzog von Holstein. Osdorf allerdings war von diesen Vorgängen wenig betroffen.

Weitgehend verschont blieb Osdorf auch von den zunehmenden Spannungen zwischen Dänemark und Hamburg und dem 1864 folgenden deutsch-dänischen Krieg, wonach Schleswig, das preußische Altona sowie das Herzogtum Holstein unter österreichische Verwaltung gestellt wurden.

Auch die Eroberungen von Napoleons Frankreich zu Beginn des 19. Jahrhunderts und der Einzug der Kosaken 1813 traf Osdorf wenig.

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Neuzeit
Osdorf behielt seine dörfliche Prägung bis zu seiner Eingemeindung in Altona 1927. Gleichwohl wurden schon im späteren 19. Jh. erste kleinere Kolonien gebildet.

1869 entstand das Altonaer Armenhaus im Osten der Feldmark. Der Hochkamp im Süden des heutigen Osdorfs wurde ab 1896 besiedelt. Die großen Grundstücke in dem Gebiet boten sich für den Bau von Villen hervorragend an. Die sogenannte "Hochkamp-Klausel" sollte schließlich den Villencharakter auch grundbuchmäßig sichern.

Wichtig für die Entwicklung zeigte sich die am 19.5.1867 eröffnete Altona-Blankeneser Eisenbahn, an der später auch der Hochkamp einen Haltepunkt erhielt. Das Stadtbild Hochkamps wird bis heute von Gründerzeit-Villen und dem Landhaus-Stil bestimmt, aber auch von späteren Neubauten.

Ab 1931 entstanden im Norden Osdorfs Behelfshäuser, und Osdorf erlebte in den 30er Jahren einen ersten stärkeren Bevölkerungszustrom. Wohnraum war in Altona knapp und teuer. Die hohe Arbeitslosigkeit und die Wirtschaftskrise taten ihr übriges, so dass viele Einwohner Altonas aufs Land ausweichen mussten.

Mit dem Groß-Hamburg-Gesetz 1937/38 wurde Osdorf hamburgisch.

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Nachkriegszeit
Osdorfs Gesicht hat sich in den 30er Jahren erheblich verändert. Seinen dörflichen Charakter hat es weitgehend verloren; durch die Wohnungsbaupolitik der Nachkriegszeit wurde es städtisch. Heute ist es Wohngebiet.

1950-1952 entstand die Siedlung Blomkamp. Der Bauverein der Elbgemeinden errichtete aus Trümmerschutt entlang dem Blomkamp und Am Landpflegeheim zweigeschossige Häuserzeilen mit günstigen Kleinstwohnungen. Von den späten 80ern bis zu den späten 90ern wurde die Siedlung von Grund auf modernisiert und die Wohnungen neu und größer geschnitten.

Dem stärksten Bevölkerungszuwachs verzeichnete Osdorf jedoch durch den Bau des Osdorfer Borns 1966-71 (s. nächsten Abschnitt).

Osdorfs entgültiges Gesicht wird im Weiteren bestimmt von den "gutbürgerlichen" Häusern im (Nord-) Osten, den neuzeitlichen Villen im Südosten nach Klein Flottbek hin, dem Gewerbegebiet Brandstücken zwischen dem Osdorfer Born und Alt-Osdorf, sowie von der Errichtung der heutigen Generalleutnant-Graf-von-Baudissin-Kaserne, die seit ihrer Umbenennung zur Führungsakademie der Bundeswehr in Blankenese gehört.

Eine Reihe von Einrichtungen tragen Osdorfs Entwicklung Rechnung: Das Freibad am Rande zur Feldmark, das Elbe-Einkaufszentrum und das Born-Center, das Ortsamt, Schulen, Jugendhäuser, aber auch Poloplatz und Golfplatz.

Ein wesentlicher Teil Osdorfs ist nach wie vor die Feldmark, auf der auch heute noch Kühe weiden und Mais angebaut wird.

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Osdorfer Born
Der Osdorfer Born wurde 1966-71 als erste Hamburger Großsiedlung nach 1945 erbaut. Auf rund einem Quadratkilometer leben ca. 13.000 Menschen, vorwiegend im Sozialen Wohnungsbau, in Häusern mit bis zu 21 Stockwerken und in einigen Eigentumswohnungen.

Rund 5.100 Wohnungen umfasst die Siedlung, die ein Musterbeispiel für die Planungseuphorie der 60er Jahre darstellt. Auch wenn die Hochhäuser das Bild bestimmen, ist ein Gros der Häuser nur 2 bis 4 Stockwerke hoch, und auch viele Hochhäuser ragen "nur" 6 bis 9 Etagen in die Höhe.

1960 erklärte Oberbaudirektor Prof. Werner Hebebrand die Planung für den Ortsteil Osdorf: Die Planung war Teil der Gesamtüberlegung im Rahmen des neuen Aufbauplanes für Gesamt-Hamburg. Ziel war, für sämtliche Stadtteile Zentren zu bilden und die einzelnen Stadtteile deutlich voneinander abzugrenzen.

Das ebenso geplante Geschäfts- und Gewerbegebiet sollte außer den vorhandenen Wohngebieten das gesamte Neubaugebiet mitversorgen. Geplant waren neben Wohnstätten mit Hochhausbebauung: Geschäfts- und Gewerbegebiete, erweiterte Verkehrswege, Schulen und Kindertagesheime, Alters- und Pflegeheime sowie Grünflächen.

1962 wurde durch das Gesetz über den Aufbauplan der Osdorfer Born im Norden der Osdorfer Gemarkung als Untersuchungsgebiet ausgewiesen. Die Untersuchungsergebnisse sahen neben der Ausweitung des Wohngebiets auch Flächen für Arbeitsstätten vor. Für problematisch hielt man die Ansiedlung von bäuerlichen Betrieben.

1964 entstand der Entwurf des Hochbauprogramms.
1966 begann schließlich der Bau von rund 5.100 Wohnungen auf freiem Feld, der Osdorf nachhaltig veränderte.

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Quellenangaben
Kopitzsch, Franklin / Tilgner, Daniel (Hrsg.), 1998: Hamburg-Lexikon, Zeise-Verlag, Hamburg, 1998.

Haspa (Hrsg.), 2002: Hamburg, Von Altona bis Zollenspieker, Das Haspa-Handbuch für alle Teile der Hansestadt. Hrsg. anlässlich d. 175-jährigen Bestehens d. Hamburger Sparkasse, Hoffmann & Campe, 2002.

Grobecker, Klaus: Die 100jährige Chronik (100 Jahre BVE), 1999, Bauverein der Elbgemeinden eG (Hrsg.), Eigenverlag, 1999

Konrad, Ilona: Chronik der Bezirksversammlung Altona - Aus den Niederschriften 1949-1999, 1999, Bezirksversammlung Altona (Hrsg.), Eigenverlag, 1999. (vgl. auch: URL: http://www.spdfraktionaltona.de/chrontxt.htm, 14.01.2003)

Hamburger Abendblatt: Die reichen Nonnen von der Alster, 2001, in: Hamburger Abendblatt vom 15.09.2001, Axel-Springer-Verlag, Hamburg, 2001.

Neubert, Peter John: Hamburgbuch, 1956, URL: http://www.hamburgbuch.de, 14.01.2003

Schreiber, Karl-Heinz: Genealogie Mittelalter, URL: http://www.genealogie-mittelalter.de, 14.01.2003

Brüggemann, Lars: Trainslide, URL: http://www.trainslide.com, 14.01.2003

Ramm, Helmut: Alte Maße, Gewichte, Währungen und Preise in Preussen., URL: http://people.freenet.de/helmut.ramm/ , 14.01.2003

Goritz, Ingolf: Zur Geschichte des Heiligengeistfeldes, 1998, in: Karoviertel, 2003, Katzsch, Martina (Hrsg.), URL: http://www.karo4tel.de/, 22.02.2003

Wolff, A.: Hamburger Berg, 2000, in: St. Pauli, 2003, ITmoves media GmbH (Hrsg.), Elmshorn, URL: http://www.hamburg-st-pauli.de/, 22.02.2003

ITmoves media GmbH (Hrsg.): Chronik, in: Osodrf, ITmoves media GmbH (Hrsg.), Elmshorn, URL: http://www.osdorf.de/, 22.02.2003
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Hochhäuser auf dem Feld Hochhäuser auf dem Feld

Blomkamp-Siedlung Blomkamp-Siedlung

Villa am Hochkamp Villa am Hochkamp